So blicken unsere ehemaligen Mentees auf das Mentoringprogramm zurück

Wir sind außerordentlich stolz auf unsere Mentees Andrea, Imke, Jan, Katharina, und Larissa. Auf ihr Engagement, ihre Offenheit und ihre Entschlossenheit, die sie uns während der gemeinsamen sechs Monate immer wieder bewiesen haben. Gemeinsam sind wir den Weg durch das erste Mentoringprogramm gegangen. In virtuellen Meetings wurde sich ausgetauscht, Rat bei Experten gesucht und während der Umsetzung immer wieder reflektiert - ganz nach dem "Working Out Loud Principle".

Im Folgenden erzählen Andrea, Imke, Jan, Katharina, und Larissa von ihren persönlichen Eindrücken und wie sie das Mentoringprogramm geprägt hat.

Ist unser Mentoringprogramm auch etwas für dich? Ab Dezember geht‘s in die zweite Runde. Bewerben kannst du dich bis 31.10.. Alle Infos findest du hier.

"Es gibt zu jedem Zeitpunkt etwas zu lernen."


1. Was waren meine Erwartungen an das Mentoring?

Ich hatte ein klassisches 1:1-Mentoring erwartet. Was ich bekommen habe war ein Multi-Mentoring mit vielen verschiedenen Experten und vielen neuen Kontakten, die ich gerne weiterpflegen möchte.

2. In welchen Bereichen habe ich Unterstützung gefunden?

Die Frage lautet eher: in welchem Bereich, der mir wichtig war, habe ich keine Unterstützung gefunden 🙂

3. Was war am wertvollsten für mich?

Ich habe gelernt, mich "spitz" zu positionieren, also keinen Bauchladen anzubieten und mich so abzugrenzen. Ich habe verstanden, dass mein innerer und mein äußerer Preis stimmig sein müssen (sehr inspirierende Perspektive auf das Pricing übrigens). Und ich habe auch rechtlich, steuerlich und buchhalterisch - so not meine Kernkompetenzen - enorm viel mitgenommen!

4. Welchen Eindruck habe ich von meinen Mitmentees und dem Team gewonnen?

Alle super nett. In unserer "Gang" waren zwei "Handwerker" und drei "Dienstleister" - es war sinnvoll, die ein oder andere Frage in separaten Gruppen zu klären. Übergreifend fand ich es aber auch sehr inspirierend, mit komplett anderen Themen konfrontiert zu sein. Das Team der Kontist Stiftung war super, total engagiert und immer bereit, eine Extrameile für uns zu gehen. Danke!

5. Wie geht es für mich nach dem Mentoring weiter?

So wie vorher - nur schlauer; kein Wunder nach all dem ganzen Mentoring-Futter.

6. Wem würde ich empfehlen, ebenfalls am Mentoring teilzunehmen?

Alle, die gründen wollen, es gerade getan haben oder schon ein Weilchen Gründer sind. Es gibt zu jedem Zeitpunkt etwas zu lernen.

7. Was können zukünftige Mentees erwarten?

Spaß, Freu(n)de, Expertise, Ideen, Ehrlichkeit, neuen Input, gute Ratschläge, Engagement, Offenheit und viele Inspirationen.


"Ich konnte endlich erkennen, dass meine Zweifel nur aus meinem Inneren kamen."

Imke Hahn, Hahn über Bord

ImkeHahnl


Nun ist das Mentoringprogramm vorbei, unglaublich wie schnell die Zeit fliegt. Wahrscheinlich ist sie noch schneller geflogen, weil in den letzten Monaten so viel passiert ist. Darunter unglaublich viele schöne Dinge, an denen das Mentoringprogramm eine Menge mitgeholfen hat.

Spulen wir kurz ein paar Monate zurück und schauen, was die damalige Imke getan hat. Angestellt als Videografin ist sie jeden Tag eine Stunde zur Arbeit hin- und wieder eine Stunde zurückgefahren. Nach Feierabend und der langen Fahrt wollte sie eigentlich am liebsten direkt auf dem Sofa einschlafen. Irgendwas hat sie jedoch immer wieder hochgejagt und sie dazu gebracht, bis spät in den Abend hinein an ihrer Selbstständigkeit zu arbeiten. Für Freizeit blieb da nicht viel Luft übrig und gefühlt kam in ihrem Kopf jeder in ihrem Umfeld zu kurz. Beim Scrollen durch Instagram ist sie auf das Mentoringprogramm aufmerksam geworden und hat sich erhofft, dass sie dadurch ihre Selbstständigkeit ein wenig ausweiten kann und einen kleinen, regelmäßigen Zuverdienst in den paar Monaten aufbauen kann. Auf die Frage, ob sie sich mal komplett selbstständig machen möchte hatte sie bisher immer mit „Nee, dafür bin ich viel zu unorganisiert“ geantwortet.

Nun ist das Mentoringprogramm vorbei und hoppla – ich bin seit 4 Monaten selbstständige Vollzeitkünstlerin und unglaublich froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe.

Ich habe damals angefangen mithilfe des Programmes meine Website auf Vordermann zu bringen und für Suchmaschinen zu optimieren. Dabei waren Dinge wichtig, die mir vorher kaum in den Sinn gekommen wären. Nachdem ich mit meiner Website zufrieden war, konnte ich andere Leute guten Gewissens auf meine Seite schicken und in sozialen Netzwerken darauf verweisen. Ich habe ebenfalls gelernt, wie man vorteilhaft mit Instagram und Pinterest umgeht, um Traffic für die eigene Website zu generieren. Nach und nach konnte ich meinen kleinen Shop ausweiten und bekam Unterstützung bei der passenden Preisgestaltung. Außerdem fing ich an, Auftragsarbeiten im Bereich Acryl- und Aquarellmalerei anzubieten und erschuf damit ein zweites Standbein. Ich bekam ebenfalls eine Einführung in Google Analytics und konnte dadurch beobachten, welche Produkte den meisten Anklang finden und wer meine Seite besucht. Diese Erkenntnisse benutze ich für die Aufnahme neuer Produkte in meinen Shop und für Rabattaktionen.

Den Punkt, der mich am meisten zum Umdenken bewegt hatte, erlangte ich am Selbständigentag. In einem vorherigen Seminar mit Patrick Stähler bekam ich wichtige Tipps, wie ich meine Marke am besten positioniere, wo ich mich selber sehe und wer eigentlich meine Zielgruppe ist. Ich fühlte mich zwischendurch immer mal wieder, als würde ich im Vergleich zu den anderen Mentees nur Kleinkram machen. Dieses Gefühl wurde mir aber von jeglichen Mitmentees und dem Rest des Teams genommen und ich konnte endlich erkennen, dass meine Zweifel nur aus meinem Inneren kamen und dass ich allein verantwortlich bin für das, was ich aus Hahn über Bord mache. Für den Rest des Teams war es ganz klar, dass ich es schaffen kann, von meiner Marke zu leben und niemand brachte mir Zweifel entgegen. Als der Vortrag unserer Menteegruppe auf dem Selbständigentag erfolgreich gemeistert war, habe ich tolles Feedback erhalten und wurde liebevoll für meine Antwort auf die Frage wie ich meine Zukunft sehe ausgelacht. „Eventuell könnte ich mir vorstellen, dass die Möglichkeit bestehe und ich es schaffen könnte, irgendwann mal in der Zukunft ganz vielleicht von Hahn über Bord leben zu können.“ Natürlich kann ich das schaffen und wo denn mein Selbstbewusstsein geblieben sei, wurde mir mehrmals entgegen gepfeffert. An dieser Stelle hat es denke ich Klick gemacht, ich wurde zum endgültigen Umdenken bewegt und der Gedanke, ausschließlich mit Hahn über Bord mein Geld zu verdienen, wurde von meinem Kopf angenommen.

Ein paar Wochen später wurde mir der Arbeitsweg immer lästiger und ich kündigte endgültig meinen Job. Auf das Organisatorische hatte ich am wenigsten Lust, aber ich wusste, dass es nun mal dazu gehört und dass ich für jedes Formular immer mit der Hilfe des Teams rechnen konnte. So auch bei dem Antrag der Künstlersozialkasse. Im Internet hatte ich gelesen, dass dieser häufig abgelehnt wird, fand jedoch gute Unterstützung im Team und wurde 4 Monate später angenommen. Auch bei Steuerfragen wurde ich unterstützt und fühlte mich insgesamt sehr gut aufgehoben.

Dieses Gefühl, dass ja eigentlich nichts passieren kann und ich immer jemanden habe, bei dem ich mir Rat einholen kann, hat mir am meisten gegeben und mich in Bezug auf meine Selbstständigkeit zu dem mutigen Menschen gemacht, der ich im übrigen Leben auch bin.

Ich persönlich empfehle das Mentoringprogramm allen, die das Grundgerüst für eine tolle Geschäftsidee bereits erschaffen haben und nun durchstarten wollen oder so wie ich großen Respekt vor der Selbstständigkeit hatten und ein paar kleine Schubser in die richtige Richtung benötigen.

Ich denke in mir drin stand schon lange fest, dass ich absolut der Typ Mensch für eine Selbstständigkeit bin. Das musste ich nur erstmal selber erkennen und dazu hat das Mentorenprogramm eine Menge beigetragen! Vom Herzen vielen Dank dafür!

Ich wünsche dem Team und meinen Mitmentees alles Gute auf ihrem weiteren Weg und bedanke mich für die tolle gemeinsame Zeit.


"Das Wichtigste ist, immer weiter zu machen und seine Ideen vorwärts zu treiben."

Jan Schulze-Siebert, Digital Affin

jan schulze siebert


Die Mentoring-Zeit ist vorüber und rückblickend war es eine schöne und erfolgreiche Zeit. Als Mentee-Gruppe haben wir super zusammengepasst und uns gegenseitig beim Business-Wachstum unterstützt. Dabei ging das Mentorenprogramm ziemlich genau in die Richtung, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als Gruppe beschäftigten wir uns mit diversen Unternehmer-Themen. Der regelmäßige Austausch war rückblickend genau die Form, die mich immer wieder hat reflektieren lassen. Alle zwei Wochen ein Call und klar, wollte man sich dabei weiterentwickeln.

Zu Beginn des Mentoring-Programms hatten wir uns Ziele gesetzt. Doch wie es im Unternehmensalltag nun mal so ist, hat sich die Entwicklung hier und da eigene Wege genommen. Mein Team ist definitiv gewachsen, das war zumindest eines der angestrebten Ziele.

Im Unternehmer-Alltag muss man sich ab und zu auf neue Gegebenheiten und entstehende Chancen einstellen. Das Wichtigste ist, immer weiter zu machen und seine Ideen vorwärts zu treiben. Für mich war es eine Kettenreaktion an Projekten in den vergangenen Monaten. So schnell sind bei mir noch nie die Projekte gestartet. Dadurch, dass ich nämlich ToolSpotter als Software-Plattform gestartet hatte, kam die Idee, dass auch mit Menschen zu tun. Das führte zu HalloPodcaster. Und schließlich ließ sich dieses Knowhow und die Learnings auch auf Events und Messen umsetzen – und schon war mit mockup messe ein Framework für virtuelle Messen geboren. Hätte ich die erste Idee nicht umgesetzt, wäre der Rest vermutlich nicht gekommen. Eigentlich lässt sich diese Kette noch viel weiter zurückverfolgen und erst jetzt wird einem bewusst, wie wichtig die einzelnen Entscheidungen und Abzweigungen waren.

Von daher mein Rat für jeden Selbstständigen: geh deinen Weg.


"Es ist Gold wert in dieser Zeit jemanden an der Seite zu haben, die/der etwas Licht ins Dunkel bringen kann."

Katharina Krimmenau, sankt.K

katharina4


Als ich letzten Sommer die E-Mail zur Ausschreibung des Mentoringprogramms öffnete, wusste ich sofort, dass ich gern Teil dieses Projektes wäre. Damals befand ich mich noch in den letzten Zügen meines Angestelltenverhältnisses und mitten in der Planung und Vorbereitung meiner Selbstständigkeit. Mein kleines Leipziger Label „Sankt.K“ hatte ich bereits im Herbst 2018 gegründet und es bot mir einen schönen Ausgleich – wenngleich es auch diverse Bereiche gab, die mich verunsicherten. Ich freute mich darauf von einer Mentorin oder einem Mentor zu lernen, begleitet reifen und wachsen zu können sowie Unterstützung bezüglich verschiedener Sorgenthemen zu bekommen. Außerdem erhoffte ich mir Erweiterungen meines Netzwerkes und meiner Perspektiven. Ich war mächtig stolz, als ich erfuhr, dass ich eine der ausgewählten fünf Mentees war.

Wir waren eine recht diverse Mentee-Gruppe, kamen aus verschiedenen Branchen, waren unterschiedlich fortgeschritten in unseren Selbstständigkeiten und wohnten über die Republik verstreut. Durch anfangs wöchentliche Online-Team-Meetings (später einigten wir uns auf einen 2-Wochen-Rhythmus) tauschten wir uns aus und besprachen aktuelle Anliegen. Uns allen war bewusst, dass das Mentoring-Programm keinem starren Konzept folgte, sondern, dass wir den Prozess und die Optimierung mitbestimmen können und sollen. Das führte u.a. dazu, dass wir unsere Gruppe aufteilten und Schwerpunkte für unsere Meetings festlegten. Über die letzten Monate hinweg erhielt ich durch individuelle Beratung und themenspezifisch angepasste Webinare von Experten einen kleinen Koffer voller guter Selbstständigen-Zutaten. Durch Telefonate, Online-Meetings, Sprachnachrichten und E-Mails wurden Fragezeichen über meinem Kopf eliminiert und Baustellen beendet. Ich tauchte ein in die Welt der Selbstständigkeit und schwamm durch ihre Gewässer. Aktuell scheint alles in meinem persönlichen Selbstständigen-Kosmos etwas aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Die Gewässer sind durch Corona stark verändert. Einige sind zu flach zum schwimmen, andere wirken stürmisch und gefährlich – aber auch hier wurde ich nach Möglichkeiten unterstützt und mit Infos versorgt. Als kleines Highlight des Mentorenprogramms (neben vielen anderen), möchte ich zum Schluss noch den Selbstständigentag erwähnen. Teil dessen sein zu dürfen und gemeinsam mit den anderen Mentees einen Pitch vor dem Auditorium zu halten, war nicht nur eine kleine Überwindung, sondern auch eine wunderschöne Erfahrung.

Ich kann dieses Programm vor allem Selbstständigen empfehlen, die noch am Anfang stehen. Dieser Abschnitt ist geprägt von einer Informationsflut und damit einhergehender Überforderung. Es ist Gold wert in dieser Zeit jemanden an der Seite zu haben, die/der etwas Licht ins Dunkel bringen kann. Ich würde mich freuen, vielleicht irgendwann einem Mentee auf ihrem/seinen Weg begleiten zu dürfen und mein Wissen weitergeben zu können.

Neben all meiner beruflichen Weiterentwicklung, beginnt für mich Ende des Jahres ein weiterer Lebensabschnitt. Ich freue mich persönlich auf eine Zeit voller neuer Erfahrungen und Aufgaben, denn ab Ende des Jahres werden wir nicht mehr zu zweit, sondern zu dritt sein (plus Katze).

DANKE liebe Kontist Stiftung für diese gemeinsame Zeit – auf dass sie weiter geht, nur ein kleines bisschen anders.


"Dieser Austausch mit den anderen Mentees hat für mich während des gesamten Programms eine Schlüsselrolle gespielt."

Larissa Torremante, Kommunikationsberatung & Coaching

larissa torremante


Der Start des Mentoring-Programms ging bei mir ziemlich genau mit dem Beginn meiner Selbstständigkeit einher. So hatte ich im Prinzip vom Start weg einen „Tribe“ von Gleichgesinnten, mit denen ich meine Fragen und Herausforderungen besprechen, aber auch erste Erfolge feiern konnte. Dieser Austausch mit den anderen Mentees hat für mich während des gesamten Programms eine Schlüsselrolle gespielt, sei es beim persönlichen Treffen auf dem Selbstständigentag in Berlin (der an sich eins der absoluten Highlights war!) oder bei unserem regelmäßigen und sehr offenen Austausch via Video-Call. Gerade wer im persönlichen Umfeld eher wenig Menschen hat, die auch selbstständig sind, kann von diesem Austausch und von den Erfahrungen der anderen sehr profitieren – weil diese mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann vor ähnlichen Fragen und Herausforderungen standen. Besonders schön ist auch, dass sich an vielen Stellen durch das Mentoring-Programm Anknüpfungspunkte für eine konkrete Zusammenarbeit ergeben haben.

Ich habe das Mentoring in der Gestaltung als sehr flexibel wahrgenommen, weil das Team von der Kontist Stiftung immer vor allem darauf bedacht war, dass wir als Mentees für uns den größten Mehrwert aus der gemeinsamen Zeit ziehen können. So konnten wir immer Themenwünsche platzieren und haben im Verlauf des Programms auch gemeinsam immer wieder organisatorische Anpassungen gemacht oder neue Formate (wie zum Beispiel kurze Video-Updates) eingeführt, um es noch optimaler an unseren Bedürfnissen auszurichten. Inhaltlich erwartet die zukünftigen Mentees ein bunter Blumenstrauß an Themen, angefangen bei der Diskussion von Geschäftsmodellen, über Finanzierung-, Planungs- und Priorisierungsthemen hin zur Altersvorsorge.

Mein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an meine vier Mit-Mentees Andrea, Katharina, Imke und Jan – dafür, dass ich an Eurem Weg teilhaben und von Euch lernen durfte sowie an Josi, Melchior und Catharina von der Kontist-Stiftung – dafür, dass ihr immer ein offenes Ohr für uns hattet und dieses Programm so engagiert und mit viel Herzblut für uns gestaltet habt. Ihr habt diese Erfahrung zu etwas sehr Besonderem gemacht und ich bin bei jedem Einzelnen gespannt, wie der Weg weitergehen wird.

Ist unser Mentoringprogramm auch etwas für dich? Ab Dezember geht‘s in die zweite Runde. Bewerben kannst du dich bis 31.10.. Alle Infos findest du hier.



Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?

Info

Kontist Stiftung für Citizen Entrepreneurship e.V.

Kastanienallee 98b
10435 Berlin
hallo@kontist-stiftung.com

Impressum
Datenschutz

Unser Newsletter