Unsere Mentees reflektieren: Februar 2020

Das Mentoring der Kontist Stiftung begleitet Selbstständige auf ihrem persönlichen Entwicklungsweg. Aktuell sind mit Katharina, Larissa, Andrea, Imke und Jan fünf Mentees Teil unseres Programms Regelmäßig berichten und reflektieren sie über ihre unternehmerische Entwicklung. Heute zum Monat Februar 2020.


"Unternehmertum kann einfach so passieren"

Jan Schulze-Siebert

jan schulze siebert


Nachdem ich letzten Monat auf einer Workation vom Citizen Circle in Malaysia war und in zahlreichen Workshops und Masterminds viel über Unternehmertum mitnehmen konnte, habe ich diesen Monat einmal hingesetzt und reflektiert. Mir ist aufgefallen, dass Unternehmertum einfach so passieren kann und es im Großen und Ganzen ein schleichender Prozess ist. Woran ich das gemerkt habe?

Mein Ziel für dieses Jahr war es ein Team aufzubauen und gemeinsam an meiner Agentur Inboundly und eigenen Projekten, wie Digital Affin zu arbeiten. Das hatte ich zum Start des Kontist Stiftungs Mentorenprogramm so auch gesagt.

Der aktuelle Stand sieht jetzt so aus. Ich arbeite mit zwei Werkstudenten und ab März mit einem Praktikanten zusammen. Dazu kommen fünf Freelancer, die mir hier und da mit einigen Stunden bei Projekten zur Seite stehen. Es ist also März und ich habe mein Ziel ein Team aufzubauen quasi erreicht.

Was ich dir daraus mit auf den Weg geben kann ist, dass innehalten und reflektieren sehr wichtig ist. Denn oftmals nimmt man im eigenen Tagesgeschäft die Änderungen gar nicht so wahr, wie sie eigentlich sind. Ich werde das bereits jetzt erreichte also nutzen und darauf aufbauen. Für die nächsten Wochen und vielleicht auch Monate liegt der Fokus somit verstärkt auf meinem Projekt Digital Affin und den damit verbundenen internen Prozessen.

Da gingen zuletzt unter anderem sehr umfangreiche Artikel rund um meine Finanzen als Selbstständiger und meinen Wechsel zur Privaten Krankenversicherung live.


"Frei sein und frei bleiben"

Andrea Prestel-Galler

Andrea


Mein Motto für den Februar (frei nach Catharina Bruns & Sophie Pester :) Frei sein und frei bleiben:

Ich habe in diesem Monat daran gearbeitet, meine Firma auf strategischere Beine zu stellen. Zum einen beschäftige ich mich intensiv mit der Frage eines Beirats für ANDARE, zum anderen mit unserer Kundenstruktur. Hier gibt es zwei Wege: mit den bestehenden Kunden und/oder mit Neukunden wachsen.

Gelernt habe ich - und das möchte ich auch mit allen anderen Selbständigen als Lesson teilen - dass ein Windstoß das ganze Kundenkonstrukt ins Wanken bringen kann. Und ich habe einmal mehr für mich beschlossen, auf keinen Fall von jemandem / etwas (aka einem Kunden) abhängig sein zu wollen. Ich möchte in der Lage sein, ein Mandat z.B. aus Differenzen im Wertekonstrukt meinerseits beenden zu können.

Deshalb habe ich mich dazu entschieden, Vollgas in Richtung "Wachsen mit weiteren Kunden" durchzustarten. Und wenn das im nächsten Monat schon klappt, das mit dem/den neuen Kunden, umso besser. Was ich dafür tun werde? Das was ich gut kann und gerne mag: mein Netzwerk pflegen.


Newsletter mit neuem Konzept

Larissa Torremante

larissa torremante


Für mich hat sich der Februar tatsächlich mehr wie ein Januar angefühlt. Nachdem ich den Start des neuen Jahrzehnts dafür genutzt habe, das ereignisreiche letzte Jahr, samt meinem Schritt in die Selbstständigkeit, noch einmal Revue passieren zu lassen, stand im Februar die Planung für 2020 im Mittelpunkt.

Geleitet haben mich dabei folgende Fragen: Welche Projekte möchte ich dieses Jahr angehen? Welche Ziele möchte ich erreichen? Was hat für mich dieses Jahr Priorität? Was möchte ich Neues lernen? Was möchte ich erleben? Welche Orte möchte ich kennenlernen? Wie möchte ich sein? Wozu sage ich ja? Wozu sage ich nein? Diese Fragen habe ich für ganz unterschiedliche Lebensbereiche beantwortet und dann im nächsten Schritt versucht, alles in eine grobe Timeline zu gießen.

Gearbeitet habe ich im Februar vor allem daran, das Konzept für meinen Newsletter neu aufzusetzen, von der Namensfindung über das Design hin zum Themenplan für die kommenden Wochen. Nachdem mein Newsletter-Adventskalender mit täglicher Inspiration zur eigenen Reflexion im Dezember sehr positive Resonanz hervorgerufen hat, möchte ich die Idee des Formats gerne in neuer Form und Frequenz weiterführen. Der erste Text ist für die erste Märzhälfte und ab dann wöchentlich geplant.


"Auf einmal komplett selbstständig"

Imke Hahn

ImkeHahnl


Diesen Monat war es so weit. Ich habe meine Anstellung gekündigt und bin auf einmal komplett selbstständig.

Mein letzter Arbeitstag war Mitte Februar und es war ein sehr befreiendes aber auch ein wenig beängstigendes Gefühl, die sichere Anstellung hinter sich zu lassen und ins Leben eines Selbstständigen zu schreiten. Mein eigentlicher Plan war, dass ich ab März selbstständig arbeite und mir einen kleinen Nebenjob suche, der wenigstens meine Miete abdeckt.

In den letzten beiden Februarwochen habe ich allerdings gemerkt, wie viel mehr Aufträge und sonstige Arbeit ich schaffe, sodass ich mich entschieden habe, es ohne Nebenjob zu versuchen. Durch die neu gewonnene Zeit kann ich viel mehr Bilder malen und mich besser um meinen Shop kümmern und ihn voranbringen.

Neben Organisatorischem wie zum Beispiel dem Antrag bei der Künstlersozialkasse, konnte ich motiviert an die Vermarktung meiner Arbeit gehen. Ich habe einen Flyer entworfen, der mich und meine Arbeit zeigt und ab morgen in der Umgebung aufgehängt wird – die gute alte Lokalwerbung!

Für das Jahr 2020 habe ich mir schon einige maritime (Design-) Märkte rausgesucht, an denen ich teilnehmen kann, sodass ich für fast jeden Monat einen Termin habe, bei dem ich mich und meine Marke noch besser präsentieren kann.

Ich merke, dass ich immer organisierter werde, obwohl das eigentlich nicht meinem Charakter entspricht. Ich mache mir inzwischen Tagespläne und schreibe meine Ziele auf und es macht sogar Spaß, weil ich merke, dass es mich voranbringt. Ich bin beruhigt, dass ich immer wieder neue Aufträge bekomme, während ich bereits bestehende abarbeiten kann. Das gibt mir ein gutes Gefühl und nimmt mir ein wenig die Unsicherheit, die Tag für Tag mehr verschwindet. 

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