Hilfen auf Bundesebene: Aktuelle Corona-Hilfsmaßnahmen & Infos zur Antragsstellung

Die Bundesregierung hat seit März 2020 viele Milliarden Euro zur Hilfe von Selbstständigen, Freiberufler*innen und Kleinstunternehmen bereitgestellt. Teilweise als Zuschüsse, die nicht zurückbezahlt werden müssen, aber auch in Form von Krediten. Aktuelle Maßnahmen, findet ihr hier.

Aus der Soforthilfe ist die „Überbrückungshilfe“ geworden

Einzelheiten zur Förderung und Antragstellung: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/coronahilfe.html

Die Überbrückungshilfe wurde bis Ende des Jahres verlängert. Die so genannte Überbrückungshilfe II kann seit dem 21. Oktober 2020 von steuer- und rechtsberatenden sowie Wirtschaftsprüfern über die Antragsplattform beantragt werden: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Gefördert werden Unternehmen und Selbstständige, die einen Umsatzeinbruch infolge der Corona-Krise nachweisen können.

Förderungen in der folgender Höhe sind bei Antragsberechtigung möglich:

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent und < 50 Prozent

Unternehmen, die nach dem 31. Oktober 2019 gegründet wurden, sind nicht antragsberechtigt.

Die Erstattungen gelten für betriebliche Fixkosten. Ein fiktiver Unternehmerlohn ist bisher weiterhin nicht förderfähig!

FAQ zur „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ Förderphase 2. (September-Dezember 2020)

Details zur Überbrückungshilfe III sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe („Novemberhilfen“)

Um die im Lockdown des Monats November 2020 von der Schließung betroffenen Unternehmen und Selbstständigen zu entschädigen, kann eine außerordendliche Wirtschaftshilfe beantragt werden. Bis zu 75 Prozent des Umsatzes kann hierbei als einmalige Kostenpauschale fließen. Soloselbstständige können dabei wählen, ob als Bezugsgröße der Umsatz des Vorjahresmonats (November 2019) oder der Jahresdurchschnitt herangezogen werden soll. Weitere Infos zu den Hilfen und der Beantragung gibt es hier.

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro an Wirtschaftshilfe beantragen können diese ohne prüfenden Dritten beantragen. Alle Infos zu den Einzelheiten gibt es hier.

FAQ zu den Novemberhilfen beim Bundesfinanzministerium >>

Ab Dezember: Die „Neustarthilfe“ kommt

Bei der Bundesregierung scheint nach 8 Monaten angekommen zu sein, dass Hilfen, die ausschließlich für Betriebskosten aufwendbar sind, für viele Soloselbstständige nicht nutzbar sind. Die neue so genannte „Neustarthilfe“ im Rahmen der Überbrückungshilfe III, darf daher auch für Lebenshaltungskosten verwendet werden. Zudem wird sie nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Voraussetzung zur Beantragung ist ein coronabedingter Umsatzausfall von mehr als 50 Prozent. Die Neustarthilfe ist zudem auf 25 Prozent des vergleichbaren Umsatzes aus dem Vorjahr (2019) gedeckelt und maximal 5.000 Euro als Einmalzahlung für die Monate von Dezember 2020 bis Juni 2021.

Einzelheiten zur Novemberhilfe, Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III hier.


KfW Schnellkredite

Die Schnellkredite der KfW-Bank können nun auch von Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten beantragt werden (bis zu 300.000 Euro). Weitere Infos gibt es hier.


Erleichterter Zugang zur Corona-Grundsicherung

Als weitere Maßnahme wurde der Zugang zur Grundsicherung erleichtert, indem z.B. für einen festgelegten Zeitraum auf die Vermögensprüfung verzichtet wird. Damit müsste etwaige als Vermögen anzusehene Rücklagen/Besitz nicht erst aufgezehrt oder veräußert werden, um in den Bezug zu kommen. Auf die Prüfung der Bedarfsgemeinschaft wird allerdings bisher nicht verzichtet.

Infos zur Corona-Grundsicherung bei der Arbeitsagentur: https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-grundsicherung

Um Grundsicherung zu beantragen, wendest du dich an ein Job-Center in deiner Stadt.

Anlaufstellen

Wohin kannst du dich telefonisch wenden?

Informationen für Corona-Betroffene über die Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:

  • Telefon: 030 12002-1031 / -1032
  • Mo–Fr 9:00 bis 17:00 Uhr

Unternehmerhotline der Bundesagentur (Beantragung Kurzarbeitergeld):

  • Telefon: 0800 45555 20

Kostenfreie Servicenummer der KfW-Förderbank:

  • Telefon: 0800 5 39 90 00
  • Mo–Fr 8:00 bis 18:00 Uhr

Um einen KfW-Kredit zu beantragen, muss der Weg über die Hausbank genommen werden.

Infos aus unserem Webinar: Kfw-Sonderkredite beantragen.

Melchior Bläse im Gespräch mit Tobias Maucher: KFW-Sonderkredite beantragen.

Folien zum Download: Kontist Stiftung KfW beantragen neues Design


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