Hilfen auf Bundesebene: Aktuelle Corona-Hilfsmaßnahmen & Infos zur Antragsstellung

Die Bundesregierung wird 50 Milliarden Euro zur Hilfe von Selbstständigen, Freiberufler*innen und Kleinstunternehmen bereitstellen. Teilweise als Zuschüsse, die nicht zurückbezahlt werden müssen, aber auch in Form von Krediten. Bereits geltende Maßnahmen, findet ihr hier.

Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung enthält:

  1. Flexibilisierung der Bestimmungen um Kurzarbeit zu beantragen. Das geht so »
  2. Steuerliche Liquiditätshilfen: z.B. Erleichterung von Stundungen, Anpassung der Vorauszahlungen, Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen.
  3. Hilfe zu Steuerstundungen und mehr »
  4. Milliardenschweres Hilfspaket (Über KfW-Kredite und Bürgschaftsbanken). Prüfe genau ob ein Kredit wirklich das Richtige für dich ist! (Hier zu den Tipps »)
  5. Stärkung des Zusammenhalts in der EU („Corona Response Initiative“ in Höhe von 25 Milliarden Euro).

Soforthilfe-Zuschüsse

Aus der Pressemiteilung des Bundeswirtschaftsministerium vom 23.03.2020:

„Finanzielle Soforthilfen (Zuschüsse) für kleine Unternehmen gelten für alle Wirtschaftsbereiche sowie Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten. Das Programmvolumen umfasst bis zu 50 Milliarden Euro.“ Konkret ist vorgesehen:

bis 9000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten,

bis 15.000 € Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten

(Beschäftigte = Vollzeitäquivalente)

Wer wird gefördert: Jeder (Solo-)Selbstständige oder Freiberufler*in, der oder die nicht mehr als zehn Beschäftigte hat kann einen elektronischen Antrag stellen. In den nächsten Tagen (spätestens ab Freitag, den 27. März 2020) soll die Antragsstellung möglich sein.

Wie stellt man den Antrag? Die Anträge sollen elektronisch an die Förderinstitute der Länder gerichtet werden. Eine Liste mit Verlinkungen findest du hier.

Voraussetzungen: Die Zuschüsse sind gedacht, um Selbstständigen, die durch die Corona-Krise in existenzielle Schwierigkeiten geraten sind, finanzielle Überbrückung, z.b. für weiterlaufende Mietkosten zu ermöglichen. Es muss nachgewiesen werden, dass das Unternehmen nicht schon vorher in wirtschaftlicher Not war (Schadenseintritt nach dem 11. März 2020). Zudem muss begründet werden, wofür das Geld gebraucht wird - es werden Zuschüsse also nicht pauschal ausbezahlt, sondern ggf. die Höhe der Büromiete oder der anderen laufenden Posten übernommen.

Einzelheiten zur Antragstellung: „Eckpunkte „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“

Als weitere Maßnahme wird der Zugang zur Grundsicherung erleichtert, indem z.B. für einen festgelegten Zeitraum auf die Vermögensprüfung verzichtet wird. Damit müsste etwaige als Vermögen anzusehene Rücklagen/Besitz nicht erst aufgezehrt oder veräußert werden, um in den Bezug zu kommen. Auf die Prüfung der Bedarfsgemeinschaft wird allerdings nicht verzichtet!

Pressemiteilung BMAS: https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/sozialschutzpaket.html Um Grundsicherung zu beantragen, wendest du dich an ein Job-Center in deiner Stadt.

Anlaufstellen

Wohin kannst du dich telefonisch wenden?

Informationen für Corona-Betroffene über die Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus:

  • Telefon: 030 - 186 151 515
  • Mo–Fr 9:00 bis 17:00 Uhr

Kostenfreie Servicenummer der KfW-Förderbank:

  • Telefon: 0800 - 5399 001
  • Mo–Fr 8:00 bis 18:00 Uhr

Um einen KfW-Kredit zu beantragen, muss der Weg über die Hausbank genommen werden. Von Antrag bis zur Auszahlung kann es laut einem KfW-Sprecher zwei bis drei Wochen dauern. (Quelle: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/banken-kredit-corona-1.4849684).

Infos aus unserem Webinar: Kfw-Sonderkredite beantragen.

Melchior Bläse im Gespräch mit Tobias Maucher: KFW-Sonderkredite beantragen.

Folien zum Download: Kontist Stiftung KfW beantragen neues Design


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